Valkusz eliminiert Nummer 1 im Viertelfinale

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Überraschung im letzten Viertelfinale der „Danube Upper Austria Open“ 2022. Am Center-Court verabschiedete sich bei starkem Regen der an Nummer 1 gesetzte John Millman. Der Australier musste sich dem stark aufspielenden Mate Valkusz (HUN) in drei Sätzen geschlagen geben. Erstmals in seiner Karriere konnte der Ungar einen Top-100-Spieler besiegen und trifft nun im Semifinale auf Jurij Rodionov. Die zweite Halbfinalpartie bestreiten Dennis Novak und Jiri Lehecka.

Bei starkem Regen ging in Mauthausen das letzte Viertelfinale über die Bühne. Und dabei gab es eine große Überraschung. Mate Valkusz konnte die Nummer 1 des Turniers nicht nur ärgern, sondern setzte sich nach drei intensiven Sätzen mit 6:4, 1:6 und 6:3 gegen John Millman (AUS) durch. Nach einem starken ersten Satz, in dem sich die beiden Spieler einen offenen Schlagabtausch lieferten, hatte der Ungar leichte Probleme und musste sogar ein „Medical Timeout“ nehmen. Millman erhöhte das Tempo und sicherte sich den zweiten Durchgang klar mit 6:1. Im dritten Satz schenkten sich beide Spieler nichts und kämpften verbissen um jeden Ball. Am Ende hatte Valkusz das bessere Ende auf seiner Seite und feierte eine Premiere. Erstmals in seiner Karriere setzte sich der Ungar gegen einen Top-100-Spieler durch.

„Es war ein unglaubliches Spiel, auch wenn die Rahmenbedingungen heute echt schwierig waren. John (Anm.: Millman) ist physisch richtig stark, das merkt man bei Regenwetter noch mehr. Aber ich fühle mich auf dem Platz richtig wohl, auch wenn ich ein wenig mit meiner Schulter zu kämpfen hatte. Es war heute einer meiner größten Karriere-Erfolge, noch nie habe ich gegen einen Top-100-Spieler gewonnen – das bedeutet mir sehr viel. Mit meiner Perfomance bin ich sehr zufrieden gewesen, das war gut für meinen Kopf“, resümierte Valkusz nach seinem großen Highlight.

Erler/Miedler verpassen Finaleinzug

Nach dem niederländischen Duo Sander Arends und David Pel zogen am Freitagnachmittag auch Johannes Härteis (GER) und Benjamin Hassan (LIB) in das Doppel-Finale der „Danube Upper Austria Open“ 2022 ein. Das Duo setzte sich nach einem wahren Krimi gegen die beiden Österreicher Lucas Miedler und Alexander Erler mit 6:2, 3:6 und 11:9 durch. Nach einem überschaubaren Start und einem Satzverlust kämpften sich Erler/Miedler zurück, entschieden den zweiten Durchgang für sich, kämpften sich im Match-Tiebreak nach einem großen Rückstand noch einmal zurück und vergaben sogar einen Matchball. Am Ende waren das Glück und die entscheidenden Millimeter auf der Seite von Härteis/Hassan, die letztendlich in das Endspiel einziehen konnten.

„Es war ein unglaubliches Spiel. Wir haben im ersten Satz richtig gut gespielt, unsere Gegner haben da etwas länger gebraucht, bis sie ihren Rhythmus gefunden haben. Im zweiten Durchgang waren die beiden dann viel besser und wir haben blöde Fehler gemacht. Im entscheidenden Match-Tiebreak war es dann verrückt. Wir hatten ein klares Polster, aber dann ist das Momentum auf die andere Seite gewandert und auf einmal waren sie wieder da. Mit guten Aufschlägen konnten wir uns dann retten und haben gezeigt, dass wir den Sieg unbedingt wollten. Auch im Finale haben wir sicherlich gute Chancen, müssen aber sehr gut spielen und die wichtigen Punkte machen“, zeigte sich Härteis nach dem 3-Satz-Krimi erleichtert. 

„Im Doppel ist es immer eng – egal, ob man gegen die Nummer 500 oder 50 spielt. Heute war das Glück leider nicht auf unserer Seite. Wir hatten im ersten Satz schnell 15:40, konnten daraus aber kein Kapital schlagen und waren rasch im Rückstand. Im zweiten Satz ging es genau in die andere Richtung und wir konnten ausgleichen. Im dritten Satz ging es dann hin und her, es war richtig spannend. Wir haben bis zum Schluss gekämpft, konnten uns aber dann knapp nicht durchsetzen. So ist das oftmals im Doppel“, berichtete ein enttäuschter Erler. 

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