Schwärzler fordert Choinski – Doppel mit Kohlschreiber als Bonus
Joel Schwärzler steht bei den Danube Upper Austria Open powered by SKE (26. April bis 3. Mai 2026) am Dienstag vor einer spannenden Auftakthürde. Der Vorarlberger trifft in der ersten Runde des ATP-Challengers auf den an Nummer fünf gesetzten Briten Jan Choinski, der 2024 das Challenger-Turnier in Tulln gewinnen konnte. Zusätzlich wartet im Doppel ein besonderer Auftritt: Schwärzler spielt an der Seite des früheren Weltranglisten-16. Philipp Kohlschreiber (GER).
Der Vorarlberger geht mit viel Selbstvertrauen und Vorfreude in sein Heimturnier. „Ich bin gut drauf, motiviert und freue mich, wieder zu Hause spielen zu dürfen“, sagt der 20-Jährige. Seinen Gegner kennt er bestens: „Wir haben schon zweimal gegeneinander gespielt und oft miteinander trainiert, auch in der Südstadt. Es wird sicher eine gute Partie.“ Gerade diese Vertrautheit verspricht ein intensives Duell auf Augenhöhe, in dem Nuancen entscheiden könnten.
Besonders wertvoll ist für Schwärzler aktuell die Zusammenarbeit mit Kohlschreiber, der das Team rund um Haupttrainer Markus Hipfl unterstützt. Der ehemalige Topspieler bringt nicht nur enorme Erfahrung mit, sondern auch eine neue Perspektive ins tägliche Training. „Ich kann sehr viel von ihm profitieren. Er war ein extrem guter und schlauer Spieler, was oftmals einen großen Unterschied gemacht hat. Wir verstehen uns gut – es ist cool, dass er jetzt Teil des Teams ist“, so Schwärzler. Vor allem in taktischen Fragen und bei der Entscheidungsfindung in engen Situationen erhält der junge Österreicher zusätzliche Impulse.
Prominente Unterstützung im Doppel
Auch im Doppel wartet eine hochkarätige Aufgabe: Schwärzler/Kohlschreiber treffen voraussichtlich am Mittwoch auf das an Nummer zwei gesetzte Duo Daniel Cukiermann (ISR) und Trey Hilderbrand (USA). Für Kohlschreiber, der in seiner Glanzzeit bis auf Platz 16 der Weltrangliste kletterte, ist der Einsatz in Mauthausen mehr als ein lockerer Gastauftritt – auch wenn die Idee ursprünglich eher spontan entstanden ist.
„Es ist ein bisschen aus einer Laune heraus entstanden“, erzählt Kohlschreiber schmunzelnd. „Ich spiele im Training noch mit den Jungs mit, helfe Markus ein wenig und irgendwann kam die Idee auf, gemeinsam Doppel zu spielen. Einzel wäre körperlich schon zu anstrengend, aber Doppel macht mir richtig Spaß und da kann ich noch gut mithalten.“ Gleichzeitig betont der Deutsche, dass der sportliche Ehrgeiz nach wie vor vorhanden ist: „Am Ende willst du immer gewinnen. Ich bin nicht hier, um nur ein bisschen mitzuspielen.“
Seine Rolle sieht Kohlschreiber als Mischung aus Spieler, Sparringpartner und Ratgeber. „Markus ist der Haupttrainer, aber vier Augen sehen manchmal mehr. Ich versuche, mein Wissen und meine Erfahrung weiterzugeben – gerade bei Taktik, Big Points und dem Umgang mit Drucksituationen.“ Dass er dabei auch selbst noch auf hohem Niveau mithalten kann, spürt er im Training: „Ich merke, dass ich noch ein gewisses Level habe. Natürlich ist Match ein Unterschied, aber genau diese Spannung macht den Reiz aus.“
Für Schwärzler kann die Konstellation zu einem echten Mehrwert werden – nicht nur im Doppel, sondern auch für seine weitere Entwicklung im Einzel. Kohlschreiber sieht Österreichs Tennis-Ass bereits klare Fortschritte: „Er hat sich in den letzten Monaten gut entwickelt, spielt konstanter und hat sein Spiel mehr Richtung Herrentennis gebracht. Ich glaube, dass er hier jeden schlagen kann.“