Safiullin triumphiert nach Finalkrimi in Mauthausen

Foto: Manfred Binder

Ein würdiger Abschluss mit reichlich Dramatik: Beim Finale der Danube Upper Austria Open powered by SKE in Mauthausen setzte sich Roman Safiullin (AIN) in einem hochspannenden Endspiel gegen Jaime Faria (POR) nach 2:22 Stunden mit 4:6, 6:4 und 7:6 (4) durch. In einem zunächst zähen, dann zunehmend intensiven Duell krönte sich Safiullin nach einem nervenaufreibenden Tiebreak im dritten Satz zum Turniersieger und sorgte damit für einen packenden Schlusspunkt einer hochklassigen Turnierwoche.

Der Finaltag in Mauthausen bei den Danube Upper Austria Open powered by SKE bot alles, was Tennis auf Challenger-Niveau auszeichnet: Spannung, Wendungen und große Emotionen. Zu Beginn dominierten die Aufschläger, Breakchancen blieben Mangelware. Doch beim Stand von 2:2 im ersten Satz kippte das Spiel: Jaime Faria, als Nummer sieben gesetzt, fand seinen Rhythmus, agierte mutig und sicherte sich das entscheidende Break. Mit beeindruckender Lockerheit und Selbstvertrauen – sinnbildlich für seine gesamte Turnierwoche – holte sich der Portugiese nach 34 Minuten den ersten Satz mit 6:4.

Safiullin reagierte im zweiten Durchgang prompt. Mit einem frühen Break und druckvollen Vorhandschlägen übernahm er die Kontrolle. Zwar kämpfte sich Faria noch einmal zurück und glich zum 4:4 aus, doch im entscheidenden Moment behielt der Russe die Nerven und sicherte sich den Satz ebenfalls mit 6:4.

Der dritte Satz entwickelte sich schließlich zu einem offenen Schlagabtausch auf Augenhöhe. Faria gelang das Break zum 4:3, musste jedoch postwendend das Rebreak hinnehmen. Die Entscheidung fiel im Tiebreak, in dem Safiullin mit einem Vorhand-Longline-Winner seinen zweiten Matchball verwertete und sich mit 4:6, 6:4 und 7:6 damit den Turniersieg sicherte.

Für den frisch gebackenen Turniersieger ist es der zweite Challenger-Titel in Folge – eine beeindruckende Serie. Bereits bei den Open de Oeiras in Portugal hatte er sich aus der Qualifikation zum Titel gespielt, in Mauthausen baute er seine Siegesserie auf insgesamt zwölf Matches aus. „Das Finale war ein wirklich hartes Match. Zunächst einmal Glückwunsch an Jaime für eine großartige Woche – er ist von Runde zu Runde besser geworden. Es war ein intensiver Kampf. Das Finale war am Beginn nicht so hochklassig, aber zum Schluss wurde es dafür richtig spannend. Ich bin überglücklich über den Sieg, es fühlt sich einfach gut an“, so Safiullin. Gleichzeitig bedankte er sich bei seinem Team und der Organisation: „Es fühlt sich hier wie ein zu Hause an – von den Plätzen bis zum Hotel passt einfach alles. Vielen Dank für ein großartiges Turnier.“

Auch Finalist Jaime Faria zog trotz der Niederlage ein positives Fazit. „Es ist mein zweites Finale in diesem Jahr. Auch wenn es wieder eine Niederlage ist, ist es ein sehr guter Start in die Saison“, erklärte der Portugiese, der seine gute Form bestätigte und weiterhin fleißig Punkte auf seinem Weg in Richtung Top-100 sammelte. „Roman ist ein unglaublicher Spieler – eigentlich sollte er gar keine Challenger mehr spielen. Ich versuche, ihm im Ranking zu folgen und ihn bald auf den großen Turnieren wiederzusehen“, so Faria sportlich.

Die Trophäen wurden im Rahmen der Siegerehrung am Centre Court von Stefan Eder, CEO der SKE Engineering GmbH, an die Finalisten sowie von der Abgeordneten zum Nationalrat Johanna Jachs an den Sieger übergeben.

Turnierdirektor Florian Leitgeb zeigte sich ebenfalls zufrieden: „Es war eine großartige Woche mit unglaublicher Stimmung und vielen Highlights. Wir haben unseren Job auf sehr hohem Niveau erfüllt – genauso wie die Spieler.“

Der Blick richtet sich nun bereits nach vorne: Im Hintergrund laufen bereits die Vorbereitungen für die NÖ Open powered by EVN in Tulln (6. bis 13. September 2026).

SIEGERLISTE DANUBE UPPER AUSTRIA OPEN POWERED BY SKE
2026: Roman Safiullin (AIN)
2025: Cristian Garin (CHI)
2024: Lucas Pouille (FRA)
2023: Hamad Medjedovic (SRB)
2022: Jurij Rodionov (AUT)

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