Rodionov unterliegt nach Krimi

Foto: Manfred Binder

Die Danube Upper Austria Open powered by SKE (26. April bis 3. Mai 2026) sind am Montag in den Hauptbewerb gestartet – aus österreichischer Sicht blieb der erhoffte Erfolg jedoch aus. Trotz engagierter Leistungen mussten sich alle heimischen Spieler geschlagen geben. Nach einer knappen Niederlage von Sebastian Sorger gegen den Vorjahresfinalisten Tomas Barrios Vera (CHI) lieferte sich Jurij Rodionov am Centre Court einen dramatischen Schlagabtausch, vergab ebenso wie Darwin Blanch (USA) mehrere Matchbälle und musste letztendlich eine bittere Niederlage hinnehmen.

Sebastian Sorger verlangte dem Vorjahresfinalisten Tomas Barrios Vera (CHI) bis zum letzten Ballwechsel alles ab. Nach einem klar verlorenen ersten Satz kämpfte sich der Österreicher, der von einer Zehenverletzung leicht gehandicapt war, eindrucksvoll zurück, holte sich Durchgang zwei und hielt auch den dritten Satz lange offen. Am Ende musste er sich jedoch mit 1:6, 6:2 und 4:6 geschlagen geben. „Der erste Satz war eine Katastrophe, ich habe überhaupt keinen Rhythmus gefunden. Danach habe ich einfach versucht, mehr Bälle ins Spiel zu bringen und mich reinzukämpfen“, analysierte Sorger. Besonders seine mentale Einstellung stimmt ihn positiv: „Ich habe bis zum Schluss gekämpft und gesehen, dass ich auch ohne mein bestes Tennis mithalten kann. Darauf kann ich aufbauen.“

Deutlich schneller ging es am Centre Court im Duell von Matthias Ujvary, der mit einer Wildcard ins Hauptfeld gerutscht ist. Der Lokalmatador musste sich dem an Nummer drei gesetzten, stark aufspielenden Franzosen Hugo Gaston klar mit 0:6 und 1:6 geschlagen geben. Gaston präsentierte sich spielfreudig und konsequent und ließ Ujvary keine Chance. „Ein gelungener Auftakt“, zeigte sich Gaston zufrieden.

Nervenkrimi zum Abschluss – Rodionov knapp gescheitert

Für das Highlight des Tages sorgte das Duell zwischen dem Turniersieger von 2022, Jurij Rodionov, und dem US-Amerikaner Darwin Blanch. Der Österreicher startete stark und sicherte sich den ersten Satz souverän mit 6:1, ehe das Match völlig kippte. Nach dem 1:6 im zweiten Durchgang entwickelte sich im dritten Satz ein echter Thriller. Rodionov geriet zunächst in Rückstand, wehrte beim Stand von 4:5 drei Matchbälle ab und kämpfte sich zurück. Beim Stand von 6:5 hatte er beim Aufschlag seines Gegenspielers selbst Chancen auf die Entscheidung, konnte diese aber nicht nutzen. Im anschließenden Tiebreak führte der Österreicher bereits mit 6:2, ehe Blanch das Match doch noch drehte und sich mit 8:6 durchsetzen konnte.

„Nach so einem Match fehlen einem eigentlich die Worte. Direkt danach überwiegen einfach Wut und Enttäuschung. Ich weiß gar nicht, wann ich zuletzt ein Match nach eigenen Matchbällen noch verloren habe. Im Moment bin ich ziemlich sprachlos. Es ist schwer zu erklären, warum es dann doch noch in die andere Richtung gegangen ist“, erklärte Rodionov und ergänzte: „Im ersten Satz habe ich nicht viel Risiko genommen und auf seine Fehler gewartet, das ist gut aufgegangen. Danach habe ich selbst zu viele Fehler gemacht. Im dritten Satz habe ich mich wieder zurückgekämpft und wollte Punkt für Punkt spielen und möglichst keine Fehler machen. Im Tiebreak habe ich dann aber zu nervös und zu vorsichtig gespielt. Am Ende habe ich das Match wahrscheinlich schon im zweiten Satz aus der Hand gegeben.“

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