Novak steht im Viertelfinale

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Die Nummer 1 der „Danube Upper Austria Open“ 2022 bleibt auf Kurs. John Millman (AUS) setzte sich am Donnerstagnachmittag gegen den Franzosen Enzo Couacaud glatt in 2 Sätzen mit 6:2 und 7:6 (2) durch. Mit großer Spannung wurde das Österreicher-Duell zwischen Gerald Melzer und Dennis Novak erwartet und sollte der letzte große Achtelfinal-Höhepunkt werden. Die Zuschauer bekamen viel geboten, doch Melzer musste am Ende des zweiten Satzes aufgrund einer Knöchelverletzung aufgeben.

Der 31-jährige Niederösterreicher Gerald Melzer fand von Beginn an super ins Spiel, erspielte sich schnell seinen Rhythmus und wusste Dennis Novak ordentlich zu beschäftigen. Wenig verwunderlich, dass er den ersten Durchgang klar für sich entscheiden konnte. Auch im zweiten Satz startete Melzer besser und holte sich früh ein Break, das sich aber Novak, der dann besser im Match war, postwendend wieder zurückholen konnte. Am Ende des Satzes hatte Melzer Probleme mit seinem linken Knöchel und musste beim Stand von 6:2 und 3:6 aufgeben. Somit geht der letzte Viertelfinalplatz an Dennis Novak, der es in der Runde der letzten 8 mit seinem Landsmann Lucas Miedler zu tun bekommt.

„Bis zum 2:6 und 1:2 habe ich nicht wirklich gut gespielt. Gerald hat mir nichts gegeben und war der klar bessere Spieler. Danach habe ich nicht mehr so viel mit mir selbst gesprochen – da war ich besser im Spiel. Es war heute einfach Glück, dass ich eine Runde weitergekommen bin. Mir tut es richtig leid, dass er aufgeben musste. Wir sind extrem gut befreundet und er hatte in seiner Karriere schon so viele Verletzungen. Ich kann mich nicht wirklich freuen“, so Novak.

Millman gefordert

Bereits in der ersten Runde war John Millman richtig gefordert und musste über drei Sätze gehen. Auch im Achtelfinale war es für die Nummer 1 des ATP-100-Challenger-Turniers in Mauthausen alles andere als ein Spaziergang. Nach einem souveränen ersten Satz kämpfte sich Enzo Couacaud zurück in die Partie, agierte clever und verlangte dem Australier alles ab. Nachdem der Franzose bereits Satzbälle abwehren konnte, verpasste er nach einem Break sogar die Chance, auf den Satzausgleich zu servieren. Am Ende behielt Millman im Tiebreak einen kühlen Kopf, ließ seine ganze Klasse aufblitzen und beendete das Spiel gegen einen aufopfernd kämpfenden Couacaud mit 6:2 und 7:6 (2).

„Ich bin im ersten Satz gut gestartet und habe ein sehr gutes Niveau auf den Platz gebracht. Danach kamen einige Herausforderungen und ich habe richtig hart für meine Punkte arbeiten müssen. Es war ein hartes Stück Arbeit. Nach einer sehr langen und intensiven ersten Runde bin ich froh, dass ich das in zwei Sätzen beenden konnte. Man wird nicht jünger und will, so gut es geht, Energie sparen. Das Turnier hier ist großartig und ist super organisiert – ich fühle mich sehr wohl und freue mich auf die nächste Aufgabe“, bilanzierte die Nummer 1 des Turniers nach seinem Match.

Oswald und Verdugo verpassen Halbfinale

Mit großen Erwartungen sind Philipp Oswald und sein Partner Hans Hach Verdugo (MEX) in das Turnier in Mauthausen gestartet, doch es sollte anders kommen. Nach einem knappen Sieg im Achtelfinale musste sich das Duo am Donnerstag Johannes Härteis (GER) und Benjamin Hassan (LIB) mit 7:6 (8), 1:6 und 8:10 geschlagen geben. Nun geht es für Oswald/Verdugo zum nächsten Turnier nach Bordeaux, um sich bestmöglich auf die French Open, dem zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres, vorzubereiten.

„Unsere Leistung hier in Mauthausen war leider nicht das Gelbe vom Ei. Wir sind angetreten, um uns die Punkte zu holen, aber wir sind nie so richtig ins Spielen gekommen. Nichtsdestotrotz hatten wir sehr viele Breakbälle, die wir aber nicht nutzen konnten – das ist bitter und nicht unser Anspruch. Wir werden schauen, dass es beim nächsten Turnier wieder besser klappt, damit wir gut vorbereitet zu den French Open reisen können“, zeigte sich Oswald nach der Niederlage enttäuscht.

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