Neumayer verpasst Finale in Mauthausen

Foto: Manfred Binder

Bei den Danube Upper Austria Open powered by SKE 2026 (26. April bis 3. Mai) hat Lokalmatador Lukas Neumayer am vorletzten Turniertag den Finaleinzug knapp verpasst. Vor bestens gefüllten Rängen und bei Kaiserwetter entwickelte sich am Centre Court einmal mehr ein echtes Tennisfest – mit einem österreichischen Halbfinale voller Emotionen und Wendungen. Am Ende musste sich der 23-jährige Salzburger Roman Safiullin (AIN), der im Finale nun auf den Portugiesen Jaime Faria trifft, mit 3:6, 6:3 und 2:6 geschlagen geben.

Nach einer intensiven Partie musste sich Lukas Neumayer im Semifinale der Danube Upper Austria Open powered by SKE Roman Safiullin(AIN) nach 1:49 Stunden mit 3:6, 6:3, 2:6 geschlagen geben. Dabei erwischte der Salzburger einen denkbar schwierigen Start: Nach einem umkämpften ersten Aufschlagspiel Safiullins musste der 23-Jährige früh ein Break hinnehmen und fand zunächst nicht zu jener Lockerheit, die ihn am Vortag ausgezeichnet hatte. Während Safiullin schnörkellos und präzise agierte, unterliefen dem Österreicher in dieser Phase einige leichte Fehler – Satz eins ging nach etwas mehr als einer halben Stunde mit 3:6 verloren.

Im zweiten Durchgang zeigte Neumayer jedoch eine klare Reaktion. Mit einem Traumstart, frühem Break und deutlich mehr Rhythmus übernahm er zunehmend die Kontrolle. Besonders beim Stand von 3:1 bewies der Salzburger Nervenstärke, als er mehrere Breakbälle abwehrte und seine Führung behauptete. Mit variablerem Spiel und mehr Mut in den Ballwechseln glich er schließlich mit 6:3 nach Sätzen aus.

Auch im Entscheidungssatz blieb das Match zunächst offen, doch ungenutzte Chancen verhinderten eine mögliche Vorentscheidung zugunsten des Österreichers. Safiullin steigerte sich erneut, agierte weiterhin konsequent und nutzte seine Möglichkeiten eiskalt. Zwei Breaks brachten den 28-Jährigen schließlich auf die Siegerstraße, Neumayer musste sich mit 2:6 geschlagen geben.

„Ich habe heute alles versucht. Im ersten Satz war meine Aufschlagquote zu niedrig, das hat es schwierig gemacht. Im zweiten Satz habe ich meinen Rhythmus besser gefunden und aggressiver gespielt. Aber insgesamt war er von Anfang an sehr solide und hat seine Chancen gut genutzt“, analysierte Neumayer.

Auch Safiullin hob nach dem Match die starke Phase seines Gegners hervor: „Im zweiten Satz ist er deutlich aggressiver geworden und hat mich in unangenehme Situationen gebracht. Er hat sehr nah an die Linien gespielt und gut variiert.“ Entscheidend sei letztlich seine eigene Steigerung im dritten Durchgang gewesen: „Zu Beginn des dritten Satzes habe ich wieder besser gespielt und meine Chancen genutzt. Das war am Ende ausschlaggebend.“

Trotz der Enttäuschung zog der Österreicher eine insgesamt positive Turnierbilanz: „Ich bin zufrieden mit meinen Matches hier. Ich habe wieder Vertrauen in mein Spiel gefunden und kann viel für die nächsten Aufgaben mitnehmen.“

Faria dominiert Halbfinale und stürmt ins Endspiel

Im ersten Halbfinale des Tages setzte Jaime Faria ein deutliches Ausrufezeichen. Der Portugiese ließ dem US-Amerikaner Darwin Blanch beim 6:3, 6:2-Erfolg keine Chance und fixierte nach nur 57 Minuten souverän den Finaleinzug.

Von Beginn an präsentierte sich Faria in Spiellaune, glänzte mit druckvollen Grundschlägen und hoher Präzision. Besonders in den entscheidenden Momenten – den „Big Points“ – zeigte er seine Klasse und nutzte die Unachtsamkeiten seines Gegners eiskalt aus. Früh erzielte Breaks in beiden Sätzen sorgten jeweils für die Vorentscheidung. Insgesamt verbuchte der Portugiese starke 19 Winner und überzeugte auch mit einem stabilen Aufschlagspiel. „Das war heute eine wirklich solide Leistung. Ich war von Anfang an fokussiert und habe gut gegen einen sehr starken Gegner gespielt“, erklärte Faria. „Mein Aufschlag war ein wichtiger Faktor – ich wollte Druck machen und aggressiv bleiben, das ist mir gut gelungen.“

Während im Einzel das Finale bei den Danube Upper Austria Open powered by SKE (Sonntag, 14:30 Uhr) feststeht, fällt die Entscheidung im Doppel am heutigen Samstagnachmittag. Im mit Spannung erwarteten Endspiel treffen Alex Martinez und Bruno Pujol Navarro (ESP) auf Ivan Liutarevich (AIN) und Filip Pieczonka (CZE) aufeinander.

Zurück