Heimsieg: Rodionov gewinnt ATP-100-Challenger in Mauthausen

Foto: © GEPA Pictures

Tennis-Festspiele in Oberösterreich vor 500 Zuschauern und ein Happy End aus österreichischer Sicht. Jurij Rodionov setzte sich am Sonntag in einem hoch spannenden Endspiel gegen die Nummer 2 des Turniers Jiri Lehecka (CZE) mit 6:4 und 6:4 durch und holte nach Biel (SUI) Ende März seinen zweiten Challenger-Titel in diesem Jahr, den fünften in seiner Karriere. Ab Montag wird der 22-Jährige auch Österreichs Nummer 1 sein und somit Dominic Thiem nach 7 Jahren ablösen.

Jurij Rodionov erwischte im mit großer Spannung erwarteten Finale der „Danube Upper Austria Open“ 2022 in Mauthausen trotz aller Bemühungen einen mäßigen Start. Der 22-Jährige musste schnell einem Break nachlaufen, das er sich aber mit großem Kampfgeist und tollen Bällen wieder zurückholen konnte. Mit seinem konsequenten Spiel brach der Österreicher den Rhythmus seines Gegners Jiri Lehecka, legte mit einem weiteren Break zum 4:3 nach und sorgte damit für die Vorentscheidung. In seinem letzten Aufschlagspiel musste Rodionov zwar noch einen Breakball abwehren, holte sich aber Satz 1 verdient mit 6:4.

Der zweite Satz war von vielen Aufschlagverlusten geprägt, auch wenn es zunächst in die Richtung des Österreichers lief. Bei einer 2:0-Führung vergab er 2 Breakbälle, und auf einmal war Lehecka wieder im Spiel. Rodionov, der ab Montag Österreichs Nummer 1 ist, ermöglichte seinem Gegner leichte Punkte, sodass es ein packendes Endspiel wurde. Am Ende hatte der 22-Jährige das Momentum auf seiner Seite, beendete das Spiel mit einem Ass und holte sich mit 6:4 und 6:4 den Titel des ATP-100-Sandplatzchallengeres in Mauthausen. Unter Standing Ovations der 500 begeisterten Zuseher nahm er den Pokal am Center-Court entgegen.

„Ich bin überwältigt und schwebe auf Wolke 7. Ich bin echt sehr froh, dass ich über das Ziel gekommen bin – die letzten 3 Games waren mental richtig schmerzhaft. Ich habe gespürt, ich bin nahe am Ziel, aber doch so weit weg. Ich bin echt überglücklich, dass ich es geschafft habe. Das Publikum und die Stimmung waren unglaublich, das erlebt man bei einem Challenger normalerweise nicht. Ich bin sehr dankbar für dieses tolle Turnier und die tolle Stimmung in dieser Woche“, strahlte Rodionov und zog noch eine letzte Spielbilanz: „Der Start ins Match ist nie einfach, er war holprig. Aber nach 2 Games war ich gut im Spiel und habe dem Spiel meinen Stempel aufgedrückt. Ich war über eine lange Zeit der konstant bessere Spieler. Zum Schluss wäre es fast noch einmal gekippt. Ich habe schlechter serviert und weniger freie Punkte bekommen. Ich konnte die kleinen Rückschläge gut wegstecken und habe bis zum Schluss den Fokus hochgehalten. Der Titel bedeutet mir sehr viel.“

„Natürlich ist man nach einer Finalniederlage immer enttäuscht. Nichtsdestotrotz bin ich sehr dankbar für dieses Turnier – großes Kompliment an den Veranstalter. Es war eine unglaubliche Woche, auch wenn ich mich am Ende nur mit Platz 2 zufriedengeben muss“, berichtete ein enttäuschter Lehecka.

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