Heimsieg! Kopp bricht rot-weiß-roten Bann, Neumayer legt nach
Die ersten rot-weiß-roten Erfolge im Hauptbewerb sind fix: Sandro Kopp hat bei den Danube Upper Austria Open powered by SKE (26. April bis 3. Mai 2026) am Centre Court gegen Nikoloz Basilashvili (GEO) für den ersehnten ersten Sieg gesorgt. Wenig später legte Lukas Neumayer gegen Chun-Hsin Tseng (TPE) nach und steht ebenfalls im Achtelfinale. Für Joel Schwärzler endet ein intensiver Kampf gegen Jan Choinski (GBR) hingegen mit einer knappen Niederlage.
Sandro Kopp setzte sich zum Start des Tages gegen den ehemaligen Top-20-Spieler Nikoloz Basilashvili (GEO) mit 6:3 und 6:4 durch und bestätigte damit seine starke Form. Der an Nummer fünf gesetzte Georgier hatte bereits im Vorjahr in Mauthausen – damals gegen Filip Misolic – eine Erstrunden-Niederlage kassiert, diesmal blieb er erneut an einem Österreicher hängen. „Ich habe eine solide, gute Leistung gebracht. Gegen so einen Spieler weiß man nie genau, was kommt – da ist es wichtig, bei sich zu bleiben und die Chancen zu nutzen. Ich habe in den letzten Wochen gut gespielt, aber die Ergebnisse haben nicht gepasst. Der Sieg heute tut richtig gut“, analysierte Kopp. Trotz des Drucks nach den bisherigen Niederlagen der heimischen Spieler blieb der Tiroler fokussiert: „Man bekommt das natürlich mit, aber am Ende ist es ein Eins-gegen-eins. Du kannst nur dein eigenes Spiel durchziehen.“
Neumayer folgt Kopp ins Achtelfinale
Auch Lukas Neumayer darf sich über den Einzug in die Runde der letzten 16 beim ATP-100-Challenger in Mauthausen freuen. Der Salzburger setzte sich am Centre Court gegen Chun-Hsin Tseng (TPE) mit 6:1 und 7:5 durch. Nach einem nahezu perfekten ersten Satz musste Neumayer im zweiten Durchgang zunächst einem Break hinterherlaufen, steigerte sich jedoch im Verlauf der Partie deutlich und drehte den Satz noch zu seinen Gunsten. „Der erste Satz war nahezu perfekt. Im zweiten hat er am Anfang sehr gut gespielt, aber ich habe gewusst, dass ich bei seinem Aufschlag immer die Chancen auf ein Break habe. Das hat sich am Schluss bewahrheitet“, erklärte Neumayer. „Ich habe dann Punkt für Punkt gespielt und bin ruhig geblieben – das war am Ende entscheidend.“ Besonders seine körperliche Verfassung sieht der 23-Jährige als Schlüssel zum Erfolg: „Ich fühle mich extrem fit, das hilft mir in langen Rallys enorm.“
Im Achtelfinale wartet nun eine schwierige Aufgabe: Neumayer trifft auf den Vorjahresfinalisten Tomas Barrios Vera (CHI). Kopp bekommt es mit dem Spanier David Jorda Sanchis, der nach zwei Siegen in der Qualifikation nun auch in der ersten Runde des Hauptbewerbs erfolgreich war, zu tun.
Schwärzler kämpft, Choinski bleibt stabil
Weniger Glück hatte hingegen Joel Schwärzler. Der Vorarlberger lieferte sich mit dem an Nummer vier gesetzten Briten Jan Choinski ein intensives Match über mehr als zwei Stunden, musste sich aber mit 4:6, 6:4 und 4:6 geschlagen geben. Nach verlorenem ersten Satz kämpfte sich der 20-Jährige eindrucksvoll zurück, ehe er im entscheidenden Durchgang früh ein Break hinnehmen musste, das Choinski nicht mehr aus der Hand gab. Der Brite präsentierte sich vor allem bei eigenem Aufschlag äußerst souverän.
„Eine erste Runde ist immer tricky, aber ich bin gut ins Match gekommen und habe im ersten Satz mein Service konstant gehalten“, erklärte Choinski. „Im zweiten Satz wurde es enger, aber im dritten ist mir das frühe Break gelungen. Danach habe ich gut serviert und das Match kontrolliert zu Ende gespielt.“ Choinski, der 2024 das Challenger-Turnier in Tulln gewann, fühlt sich in Österreich sichtbar wohl: „Ich trainiere viel in Wien, die Bedingungen hier sind einfach perfekt. Es macht einfach Spaß, hier zu spielen, egal ob in Mauthausen oder Tulln.“