Hauptrunden-Auftakt: Rodionov und Ujvary im Fokus

Foto: Manfred Binder

Mit Jurij Rodionov und Matthias Ujvary stehen zum Auftakt des Hauptbewerbs der fünften Danube Upper Austria Open powered by SKE (26. April bis 3. Mai 2026) am Montag zwei Österreicher im Mittelpunkt. Während Rodionov als Turniersieger von 2022 nach Mauthausen zurückkehrt, erhält Ujvary dank Wildcard eine weitere große Chance auf der ATP-Challenger-Bühne. Am Sonntag blieb der Qualifikationstag ohne rot-weiß-roten Erfolg. Lokalmatador Nico Hipfl sorgte dabei dennoch für eine Talentprobe.

Bei Kaiserwetter im Danubis Tenniszentrum fiel am Sonntag der Startschuss für das ATP-100-Challenger-Turnier in Mauthausen – und damit für ein kleines Jubiläum: Bereits zum fünften Mal gastiert die internationale Tenniselite in Oberösterreich. In insgesamt zwölf Partien der ersten Qualifikationsrunde kämpften acht Österreicher um den Einzug in die nächste Runde, mussten sich jedoch allesamt geschlagen geben.

Im Fokus rückt nun der Hauptbewerb, der am Montag beginnt – mit zwei heimischen Hoffnungsträgern am Centre Court. Jurij Rodionov, der Sieger des Premierenturniers 2022, trifft auf den US-Amerikaner Darwin Blanch, während Wildcard-Spieler Matthias Ujvary gegen den Franzosen Hugo Gaston antritt.

Der Österreicher reist mit Selbstvertrauen an die Donau. Erst vor zwei Wochen stand der 26-Jährige noch im Finale in Madrid, die Vorfreude auf das Heimturnier ist bei ihm am Tag vor seinem ersten Spiel schon spürbar: „Ich freue mich jedes Mal hier zu sein. Es ist ein sehr gut organisiertes Turnier. Ich glaube, alle österreichischen Spieler freuen sich immer, hier spielen zu dürfen.“ Mit Blick auf seine Entwicklung in den letzten Jahren zeigt sich Rodionov reflektiert: „Ich bin mental ausgeglichener sowie insgesamt am Platz ruhiger geworden und blicke mit sehr viel Optimismus auf die morgige Partie.“ Seinen Gegner kennt Rodionov noch nicht im Detail, die taktische Vorbereitung erfolgt klassisch: „In erster Linie war es für mich wichtig, dass ich heute gut ankomme und noch gute Trainingseinheiten absolviere. Den Matchplan werde ich am Abend noch mit meinem Trainer besprechen. Aber ich werde wie immer gut vorbereitet in das Match gehen.“

Auch Matthias Ujvary fiebert seinem Auftritt entgegen. Der junge Österreicher, der mit einer Wildcard in den Hauptbewerb rutschte, sieht das Duell mit Hugo Gaston als große Chance, sich auf internationalem Niveau zu beweisen. „Für mich ist das eine riesige Gelegenheit. Ich will mutig auftreten und zeigen, dass ich auf diesem Level mithalten kann“, so Ujvary im Vorfeld.

Quali-Aus für Österreicher – Hipfl und Wagner mit starken Auftritten

Der Qualifikationstag brachte aus österreichischer Sicht zwar keine Aufsteiger, aber durchaus Achtungserfolge. Lokalmatador Nico Hipfl gab einmal mehr eine große Talentprobe ab, musste sich aber am Ende Alejo Sanchez Quilez (ESP) mit 5:7 und 4:6 geschlagen geben. Dabei startete Hipfl furios, führte rasch mit 4:0, ehe sein Gegner immer besser ins Spiel fand. „Ich bin sehr gut gestartet, habe mit hoher Intensität gespielt. Dann habe ich ein bisschen nachgelassen und sofort die Antwort bekommen“, analysierte Hipfl. Trotz des bitteren Satzverlusts blieb er im zweiten Durchgang dran: „Ich habe weiter gekämpft und hatte meine Chancen, die ich leider nicht nutzen konnte. Im Großen und Ganzen war es aber ein gutes Match von mir.“

Auch Alexander Wagner zeigte eine solide Leistung gegen den Niederländer Ryan Nijboer. Nach gewonnenem ersten Satz hielt der Österreicher lange dagegen, ehe ihm im dritten Durchgang die Kräfte schwanden. „Der erste und zweite Satz waren richtig gut, aber am Ende ist mir die Luft ausgegangen. Das nehme ich mit. Ich weiß, woran ich zukünftig arbeiten muss“, resümierte Wagner selbstkritisch. Sein Fazit ist klar: „Fitter werden, noch fitter.“

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