Die ersten beiden Semifinalisten stehen fest

Foto: © GEPA Pictures

Mit Jiri Lehecka (CZE) und Dennis Novak stehen die ersten beiden Halbfinalisten bei den „Danube Upper Austria Open“ 2022 fest. Während der an Nummer 2 gesetzte Tscheche mit 6:1 und 6:4 in zwei Sätzen durchgekommen ist, lieferte sich der Österreicher mit seinem Landsmann Lucas Miedler einen harten Fight über drei Sätze. Am Ende hatte der 28-jährige Novak das Glück auf seiner Seite und setzte sich mit 6:7 (6), 6:1 und 7:6 (5) durch.

Harter Fight bis zum Ende

Mit großer Spannung waren alle Blicke auf das Österreicher-Duell im Viertelfinale beim ATP-Sandplatz-Challenger der Kategorie 100 in Mauthausen gerichtet. Und die Zuschauer kamen beim Duell zwischen Lucas Miedler und Dennis Novak voll auf ihre Kosten. Vor den Augen von ÖTV-Sportdirektor und -Davis-Cup-Kapitän Jürgen Melzer lieferten sich die beiden im ersten Satz einen offenen Schlagabtausch, kämpften sich durch enge Games, sodass am Ende der Tiebreak entscheiden musste. Nachdem Novak drei Bälle nur um wenige Millimeter neben die Linie setzte und einen Satzball vergab, machte es Miedler besser und holte sich den ersten Durchgang mit 7:6 (6). Im zweiten Satz zeigte sich ein anderes Bild, Novak war aggressiver und sorgte mit einem Doppelbreak schnell für die Vorentscheidung – Miedler ließ sich am Ende des Satzes am Oberschenkel behandeln – und sorgte mit einem klaren 6:1 für den Satzausgleich. Der entscheidende Durchgang war nichts für schwache Nerven und Werbung für den heimischen Tennissport. Novak legte zweimal mit Break vor, doch Miedler kämpfte sich postwendend zurück, sodass der Krimi im Tiebreak entschieden werden musste. Der an Nummer 8 gesetzte Novak hatte am Ende das Glück auf seiner Seite und setzte sich letztendlich mit 6:7 (6), 6:1 und 7:6 (5) durch.

„Es war ein sehr hartes und schwieriges Match. Ich bin einfach glücklich, dass ich jetzt durch bin. Ich habe mir das Leben mit zu vielen Eigenfehlern selbst schwer gemacht – es ist ein ständiges Auf und Ab. Als ich auf das Match serviert habe, war ich einfach zu passiv. Ich spiele zwischendurch unglaubliche Punkte und dann mache ich wieder leichte Fehler. Das muss ich in den Griff bekommen. Luki (Anm.: Miedler) ist richtig gut drauf, das hat er in den letzten Wochen gezeigt. Wenn ich morgen so wie in den letzten Tagen spiele, werde ich morgen eine drüber kriegen. Jetzt heißt es gut regenerieren, damit ich morgen wieder frisch auf den Platz gehen kann“, erklärte Novak.

„Wenn man 6:7 im dritten Satz verliert, war man nicht so viel schlechter als der Gegner. Aber Dennis (Anm.: Novak) hat heute gut gespielt und verdient gewonnen. Im Endeffekt haben mir nur ein paar Punkte gefehlt. Ich war heute nicht mehr ganz frisch, hatte sehr viele Spiele in den Beinen. Jetzt heißt es noch volle Konzentration auf unser Doppel-Halbfinale“, so Miedler.

Lehecka nimmt Viertelfinalhürde

Am Anfang schaute es so aus, als hätte es die Nummer 2 des Turniers richtig eilig. Jiri Lehecka (CZE) agierte im ersten Satz kontrolliert, aber mit einer sicheren Aggressivität, ließ seinem Kontrahenten Radu Albot (MDA) nicht den Hauch einer Chance und stellte nach gerade einmal 34 Minuten auf 6:1. Auch im zweiten Durchgang ging das Match zunächst in dieselbe Richtung. Erst beim Stand von 3:1 spielte Albot groß auf, verlangte dem Tschechen alles ab und sorgte für ein spannendes Finish. Gegen Ende des entscheidenden Satzes kämpfte sich Lehecka bei Aufschlag Albot bei seinem Breakball zweimal zurück in den schon verloren geglaubten Ballwechsel und sorgte für die Vorentscheidung. In seinem letzten Aufschlagspiel hatte der 20-Jährige keine Probleme und servierte souverän zum 6:3 aus.

„Es war heute ein hartes Match für mich. Ich kenne Radu schon sehr lange und musste im November eine Niederlage im direkten Duell einstecken. Ich wusste aber, dass meine Chance auf Sand definitiv größer ist. Im ersten Satz habe ich die Dinge, die ich mit meinem Trainer besprochen habe, super umgesetzt. Es war aber nur eine Frage der Zeit, bis er sein Spiel umstellt und seine Taktik verändert. Radu ist dann im zweiten Satz besser ins Spiel gekommen und hat sich richtig hineingebissen. In den letzten Games war ich wieder sehr selbstbewusst und habe das Match dann im Kopf und auf dem Platz gut rübergebracht“, fasste Lehecka sein Viertelfinalspiel zusammen.

Arends/Pel stehen im Doppel-Finale

Während auf dem Center-Court die Viertelfinalspiele im Einzel über die Bühne gingen, wurde am Court 1 im ersten Doppel-Halbfinale um den Einzug ins Endspiel gekämpft. Am Ende konnte sich das niederländische Duo Sander Arends und David Pel gegen den US-Amerikaner Hunter Reese und den Niederländer Sem Verbeek äußerst knapp mit 4:6, 6:4 und 10:8 durchsetzen.

Am Freitagnachmittag duellieren sich noch Johannes Härteis (GER) und Benjamin Hassan (LIB) mit dem österreichischen Duo Lucas Miedler und Alexander Erler um den Einzug ins Doppel-Finale.

Zurück