Aus für Kopp im Achtelfinale
Am Donnerstag standen bei den Danube Upper Austria Open powered by SKE (26. April bis 3. Mai 2026) die verbleibenden vier Achtelfinalspiele am Centre Court auf dem Programm. Aus österreichischer Sicht endete der Tag mit einer Enttäuschung: Sandro Kopp musste sich dem Spanier David Jorda Sanchis (ESP) in zwei Sätzen geschlagen geben. Für internationale Akzente sorgten hingegen Jaime Faria (POR), Miguel Damas (ESP) und Roman Safiullin (AIN), die sich mit starken Leistungen in Szene setzten.
Sandro Kopp erwischte in der dritten Partie des Tages zunächst einen vielversprechenden Start und nahm seinem Gegner David Jorda Sanchis früh den Aufschlag ab. Doch der Spanier fand rasch Antworten, holte sich das Rebreak und übernahm mit einem weiteren Break die Kontrolle über den ersten Satz. Auch im zweiten Durchgang erwischte der 31-Jährige den besseren Start und setzte sich früh entscheidend ab. Kopp kämpfte, fand jedoch nie richtig in seinen Rhythmus und konnte den Rückstand nicht mehr aufholen. Am Ende musste sich der Tiroler mit 3:6 und 3:6 geschlagen geben.
„Ich habe mich von Anfang an überhaupt nicht gut gefühlt. Es war unglaublich wenig Energie da und ich habe mich auf dem Platz sehr unwohl gefühlt. Ich bin eigentlich nie richtig ins Match reingekommen“, analysierte Kopp ehrlich. Auch im weiteren Verlauf fand der Österreicher keine Lösungen: „Ich habe versucht, längere Ballwechsel zu spielen und mir über die Punkte mehr Sicherheit zu holen. Aber ich habe immer wieder zu früh die Fehler gemacht. Wenn man sich körperlich und mental nicht frisch fühlt, ist es extrem schwierig, da wieder rauszukommen.“ Umso wichtiger sei es nun, das Match schnell abzuhaken: „So ein Spiel darf man nicht zu lange mitnehmen. Es geht darum, daraus zu lernen und den Fokus gleich wieder auf die nächsten Aufgaben zu richten.“
Sein Gegner zeigte sich hingegen zufrieden mit seinem Auftritt: „Ich bin sehr glücklich über den Sieg. Es ist mein erstes Viertelfinale in diesem Jahr. Nach einem guten Start ins Jahr, war es etwas holprig. Daher bin ich mit meiner Leistung hier in Mauthausen bislang richtig zufrieden. Das Match war intensiv, aber ich war bis zum Schluss konzentriert und habe mein Spiel durchgezogen“, so Jorda Sanchis, der sich in Mauthausen sichtlich wohlfühlt. Im Halbfinale trifft der Spanier nun auf Roman Safiullin.
Faria dreht Partie gegen Krumich
Ein spannendes Duell lieferten sich Martin Krumich (CZE) und Jaime Faria (POR) zum Start des Donnerstages. Der Tscheche, der sich über die Qualifikation ins Hauptfeld gespielt hatte, dominierte zunächst mit druckvollen Schlägen und sicherte sich verdient den ersten Satz. Doch im weiteren Verlauf kippte die Partie. Faria steigerte sich kontinuierlich, fand immer besser ins Spiel und übernahm zunehmend die Kontrolle. Mit variablerem Spiel und mehr Konstanz setzte er sich in den Sätzen zwei und drei durch und fixierte nach 2:13 Stunden mit 2:6, 6:3 und 6:4 den Einzug ins Viertelfinale.
„Ich habe nach dem ersten Satz versucht, ruhiger zu bleiben und mein Spiel anzupassen. Ich wusste, dass ich meine Chancen bekommen werde, wenn ich geduldig bleibe“, erklärte der Portugiese, der nun auf den Spanier Miguel Damas trifft. „Am Ende habe ich besser die richtigen Entscheidungen getroffen und konnte das Match drehen.“
Damas weiter im Aufwind
Für eine der Überraschungen des Turniers sorgt weiterhin Miguel Damas. Der Spanier war ursprünglich in der Qualifikation an Nummer eins gesetzt, schied dort nach einem Auftaktsieg in der zweiten Runde aus, rückte als Lucky Loser allerdings doch noch ins Hauptfeld. Dort nimmt der 26-Jährige nun richtig Fahrt auf. Nach dem Sieg gegen den italienischen Topgesetzten Francesco Maestrelli bestätigte Damas seine starke Form auch im Achtelfinale gegen Mika Brunold (SUI). Mit einem souveränen 6:3, 6:1 feierte er bereits den dritten Erfolg gegen den Schweizer – erneut ohne Satzverlust. Nun wartet der Portugiese Jaime Faria.
„Ich habe heute versucht, mein bestes Tennis zu spielen und mich gut auf die Situationen im Match einzustellen – das ist mir sehr gut gelungen“, zeigte sich Damas zufrieden. Auch die Bedingungen in Mauthausen kommen ihm entgegen: „Ich fühle mich hier sehr wohl, die Organisation ist top und ich spiele gerne in Österreich.“
Safiullin gewinnt Krimi
In der letzten Partie des Tages entwickelte sich ein echter Thriller zwischen Roman Safiullin (AIN) und dem an Nummer zwei gesetzten Franzosen Titouan Droguet. Nach klar gewonnenem ersten Satz musste Safiullin den Satz-Ausgleich hinnehmen, ehe sich im dritten Durchgang ein dramatisches Finish entwickelte – inklusive vergebener Matchbälle und mehrerer Breakchancen im letzten Game. Am Ende setzte Safiullin mit 6:2, 4:6, 6:4 durch. „Es war ein hartes Match, besonders ab dem zweiten Satz. Es war ein Kampf bis zum Schluss, niemand wusste, wer gewinnen wird“, so Safiullin. Entscheidend sei seine mentale Herangehensweise gewesen: „Ich habe nur von Punkt zu Punkt gedacht – immer an den nächsten Ball. Das hat am Ende den Unterschied gemacht.“
Endstation im Doppel
Auch im Doppel gab es packende Matches mit zahlreichen Highlights und sehenswerten Ballwechseln. Sowohl das Duo Philipp Kohlschreiber/Joel Schwärzler, das sich Alex Martinez (ESP)/Bruno Pujol Navarro (ESP) mit 2:6, 7:6(5), 8:10 geschlagen geben musste, als auch Nico Hipfl/Michael Vrbensky (CZE), die gegen Ivan Liutarevich (POL) /Filip Pieczonka (POL) mit 6:7(7), 6:4, 6:10 unterlagen, verabschiedeten sich aus dem Doppel-Bewerb. Auch Sandro Kopp/Lukas Neumayer mussten sich am Ende des Tages dem rumänischen Duo mit 4:6 und 6:7 (2) beugen.