Albot und Lehecka stehen im Viertelfinale

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Unglaublicher Krimi am Mittwochnachmittag bei den „Danube Upper Austria Open“ 2022 in Mauthausen. Nachdem Jurij Rodionov und Attila Balazs (HUN) bereits am frühen Mittwochnachmittag ihr Ticket für das Viertelfinale gelöst haben, folgten mit Radu Albot (MDA), der eine unglaublich spannende Partie für sich entscheiden konnte, und Jiri Lehecka (CZE) zwei weitere Spieler.

Souveräner Auftritt nach Fehlstart

Der 20-jährige Österreicher Filip Misolic ging in seinem Achtelfinale des ATP-100-Challenger-Turniers im ersten Satz zügig mit 4:1 in Führung, verlor aber dann ein wenig seinen Rhythmus und musste sich dem stark aufspielenden Tschechen Jiri Lehecka mit 4:6 und 4:6 geschlagen geben.

„Ich habe mir das letzte Spiel von Filip (Anm.: Misolic) angeschaut, von dem her war ich gut vorbereitet. Ich bin sehr glücklich, dass ich den Platz als Sieger verlassen konnte. Vor dem Spiel war ich nicht ganz fit und hatte großartige Unterstützung von den Physiotherapeuten – im Spiel hatte ich dann keine Probleme. Den Anfang habe ich etwas verschlafen, war ein wenig planlos und der Fokus war nicht gut. Dann habe ich meinen Rhythmus gefunden und war am Ende in beiden Sätzen der Bessere“, bilanzierte Lehecka nach seinem Einzug ins Viertelfinale, wo er auf Radu Albot trifft.

Während der Tscheche sich über seinen Sieg freuen konnte, zeigte sich Misolic trotz einer ordentlichen Vorstellung enttäuscht: „Ich bin richtig gut ins Spiel gekommen und habe mein Bestes gegeben – leider war es nicht gut genug. Ich habe mich richtig gut gefühlt, habe aber dann beim 4:1 den Faden verloren und einfach wieder zu viel nachgedacht. Im Nachhinein gesehen hätte ich einfach aggressiver weiterspielen sollen, das hätte mir geholfen. Zum Schluss habe ich sehr viele leichte Fehler gemacht, das hat den Unterschied ausgemacht – das ist ärgerlich. Aber ich hatte zwei super Spiele und die Stimmung war richtig gut. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr.“

Krimi in Satz drei

Während Lehecka sein Spiel in zwei Sätzen zumachen konnte, lieferten sich Radu Albot und Alexander Shevchenko bis zum Schluss einen harten Fight. Nach verlorenem erstem Satz kämpfte sich Albot zurück und lieferte sich mit seinem Kontrahenten im Tiebreak des dritten Satzes eine unglaubliche Show, die an Spannung nicht zu überbieten war. Als Shevchenko beim Stand von 6:2 4 Matchbälle vorfand, rechneten die zahlreichen Zuschauer schon mit einem Ende, doch Albot kämpfte sich noch einmal zurück. Beide Spieler vergaben am Ende einige Matchbälle, doch zuletzt hatte der Moldawier das Glück auf seiner Seite und zog nach einem 2:6, 6:3 und 7:6 (9) ebenfalls in die Runde der letzten 8 ein.

„Ich bin jetzt einfach nur müde. Mein Gegner hat das super gemacht, es war ein unglaubliches Spiel. Den ersten Satz habe ich komplett verschlafen, aber ich habe dann meine Taktik geändert. Das hat sich schnell bezahlt gemacht. Es war ein Hin und Her auf sehr hohem Niveau. Im entscheidenden Tiebreak hat es für mich nicht gut ausgesehen. Ich habe dann einfach Ball für Ball gespielt und dann beim Stand von 6:6 ist der Glaube wieder zurückgekommen, dass ich doch gewinnen kann. Ich bin überglücklich, dass ich dann den letzten Punkt gemacht und mir den Sieg geholt habe“, freute sich ein sichtlich erschöpfter Albot.

Neben dem an Nummer 1 gesetzten John Millman (AUS) sind am Donnerstag bei den verbleibenden 4 Viertelfinalpartien drei rot-weiß-rote Spieler im Einsatz. Im Österreicher-Duell treffen Dennis Novak und Gerald Melzer aufeinander. Lucas Miedler, der sich bislang von Spiel zu Spiel steigern konnte, bekommt es mit dem Kroaten Nino Serdarusic zu tun.

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